Ciudad Rodrigo – wo der Teufel manches Mal im Detail steckt …

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Ciudad Rodrigo liegt am Fluss Águeda im Westen Spaniens, in der Provinz Salamanca (Kastilien-León), ungefähr 20 km östlich der portugiesischen Grenze.
Die kleine Stadt hat ungefähr 12 000 Einwohner. Ihr ursprünglicher Name war Miróbriga.
Wer diese wirklich sehenswerte und auch freundliche Stadt besichtigen möchte, parkt am besten auf dem Parkplatz außerhalb der Stadtmauern und geht zu Fuß durch das Stadtor Puerta del Sol. Auf diesem Weg erreicht man rasch die historische Altstadt mit dem Plaza Mayor, wo man gemütlich sitzen und sich für weitere Erkundigungen stärken kann. Werfen Sie einen Blick auf die herrlichen Stadtpaläste, die Kathedrale und die Burg, die im Südwesten der Altstadt liegt. Sie wird datiert auf das Jahr 1372; der mächtige Turm entstand hundert Jahre später. Heute befindet sich in der Burg ein Hotel der staatlichen Parador-Kette.

Der alte Name “Miróbriga” geht auf die Keltiberer zurück, die im 6. Jh. v. Chr. die Stadt gegründet haben.

Ein Zeugnis dieser vorrömischen Zeit ist „El Verraco“, ein Eber aus Granit, den die Keltiberer hinterlassen haben.
Nach der Eroberung durch die Römer wurde die Stadt in Augustóbriga umbenannt. Die älteste Urkunde, die den noch heute aktuellen Namen bezeugt – Civitatem de Rodric – stammt aus dem Jahr 1136.

Die Kathedrale de Santa Maria

Mit dem Bau der Kathedrale von Ciudad Rodrigo wurde im 12. Jahrhundert begonnen, nachdem König Ferdinand II. und Papst Alexander III. die Stadt zur Suffragandiözese* von Santiago de Compostela ernannt hatten. Geweiht wurde das Gotteshaus im Jahr 1165.
Weil die erste Bauphase bis zum 14. Jahrhundert andauerte, lassen sich hier sowohl romanische als auch gotische Elemente finden.
(*einem Erzbischof unterstellt)

Die Kathedrale de Santa Maria “hat es in sich” – im wahrsten Wortsinn.
Kurz: Ich war überwältigt von der Fülle der Details, die auf mich einstürmten. Lassen auch Sie sich überraschen!

Wie immer können meine Fotos mit einem Klick vergrößert werden.

Ciudad Rodrigo – wo sich über dem Eingang der Kathedrale
ein prachtvoller Fries mit Figuren aus dem Alten Testament befindet
– darunter die geheimnisvolle Königin von Saba
(3. von links)

Ciudad Rodrigo – wo Kunst historisch wertvoll ist:

… wo stattliche Säulen mit stattlichen Zypressen konkurrieren:

… und der Teufel manches Mal im Detail steckt:

… da sollten die Madonnen ein wachsames Auge auf den Teufel haben!

Mit einem letzten “augenzwinkernden” Blick auf eines der schönen Adelshäuser und
den Donjon des Alcázar bedanke ich mich für Ihr Interesse!

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Zamora – “Die Augen des Duero”

Zamora, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Zamora, liegt malerisch auf einem Felshügel über dem Fluss Duero.
Im Bild die alte Brücke der Stadt, die Puente de Piedras. Sie wurde Anfang des 13. Jahrhunderts fertiggestellt, in späterer Zeit jedoch mehrmals umgebaut, wobei der größte Teil ihrer “Dekoration” verschwand. Nur die Gewölbe der Hauptbögen und die Pfeiler sind erhalten geblieben. Trotzdem ist diese Brücke noch heute ein echter Hingucker, vor allem in der Abenddämmerung.
Sie ist auch Teil der sog. Silberstraße, auf der sich Zamora befindet, und damit – historisch gesehen – Teil der alten Römerstraße Via de la Plata zwischen
Mérida (Emerita Augusta) und Astorga (Asturica Augusta).

Verblüffend!
Zamoras römische Bezeichnung Ocellum Duri, die Augen des Duero
, scheint ein Vorgriff auf den Ausbau dieser Brücke gewesen zu sein!

Blick auf die Kathedrale von Zamora

Blick auf die Kathedrale von Zamora

Buntes Treiben in der Stadt

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Zamora heute ist eine lebendige, junge Stadt – die gar nicht so stark im Fokus des Tourismus steht, wie man meinen möchte – was vielleicht daran liegt, dass sie nur auf einer Nebenstrecke des Jakobsweg liegt.
Die Stadt hat ca. 60 000 Einwohner und ist bekannt für die Herstellung von Lederwaren und Textilien.
Die Grenze zu Portugal ist 55 km entfernt.

Geschichtlich ist noch anzumerken, dass Zamora, nach der Zerstörung im Jahr 981 durch die Mauren, erst im 11. Jahrhundert wieder aufgebaut und neu besiedelt wurde. Ein Großteil der historischen Bauten, die noch heute existieren, stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert.


Das historische Zentrum von Zamora ist heute als Kulturgut anerkannt.

Urraca – Die Frau mit einer grausamen Seele

Als “femina mente dira” wurde die wohl bekannteste Person der Stadt gescholten:
Es handelt sich um Urraca, die Schwester des Königs von Kastilien (11. Jh.) Was war geschehen? Urraca soll an der Ermordung ihres eigenen Bruders beteiligt gewesen sein!
Mit ihrer Intrige hat es Urraca weit gebracht: Sie übernahm nach dem Tod des Bruders die Herrschaft in Zamora und schmückte sich mit dem Titel “Königin von Zamora”.
Als “Frau mit einer grausamen Seele” fand sie später Eingang in das Epos von El Cid, das wohl berühmteste Werk der spanischen Folklore.
Ihre Gebeine ruhen in der Stadt León (Abtei San Isidoro). Das Epitaph trägt die Inschrift: “Hic requiescit domina Urraca, regina de Zamora” (Hier ruht die Dame Urraca, Königin von Zamora).



Das Castillo de Zamora, in dem auch Urraca Hof hielt, wurde im 11. Jahrhundert erbaut.
Von der ursprünglichen Anlage ist heute jedoch kaum noch etwas zu finden.
Dennoch ist die Anlage beeindruckend!

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Zwischen Palmsonntag und Ostersonntag finden in Zamora ganze 18 Prozessionen statt!

In der Stadt Zamora sind 16 Sanch-Bruderschaften zu Hause. In der Karwoche trifft man hier täglich auf ein Meer aus roten, weißen und grünen Kutten mit spitzen Kapuzen und Augenschlitzen.
Die sogenannten Nazarenos, mit ihren dunkelvioletten Kutten, den Dornenkronen, den Seilen um die Hälse, sind vor allem am Gründonnerstag und Karfreitag mit dem großen Kreuz unterwegs.

(Das nebenstehende Foto stammt aus dem Netz, Quelle: //www.turismoenzamora.es/wp-content/uploads/2017/08/patrimonio-cultural.-Semana-Santa-Otras-Pasiones.jpg)

Mit diesem beschaulichen Foto aus einer der alten Gassen von Zamora bedanke ich mich bei Ihnen für Ihr Interesse.
Muchas gracias!

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Ein wahrer Westgotenschatz:
San Pedro de la Nave

Wir befinden uns in El Campillo, in der Nähe der spanischen Stadt Zamora (Region Kastilien und León). Hier kann man einen wahren Westgotenschatz bewundern: San Pedro de la Nave. Das Kirchlein stand nicht immer hier. Es befand sich bis zum Jahr 1930 zwei Kilometer von Campillo entfernt, direkt am Ufer des Flüsschens Esla, neben einem alten Koster. Der ursprüngliche Standort, der nach dem Bau des Ricobayo-Stausees aufgegeben werden musste, lag in der Nähe der Via de la Plata, der alten Römerstraße, die einst die Städte Mérida (Emerita Augusta) und Astorga ( Asturica Augusta) verband.

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Der Baubeginn von San Pedro de la Nave wird in das ausgehende 7. oder beginnende 8. Jahrhundert datiert – und fällt damit in die Regierungszeit des Westgotenkönigs Egika.


Der Westgotenkönig Egika (Flavius Egica) war ein Neffe des berühmten Königs Wamba. Am 24. November 687 erhielt Egika in Toledo die Königssalbung. Er regierte bis zu seinem Tod Ende des Jahres 702.
Seine Regierungszeit fiel in eine große Pestepidemie (693/694), die das halbe Land entvölkerte.

(Das Gemälde links hängt im Museo del Prado, Madrid)


Das Westgotenreich (418 bis 711) hatte seinen Schwerpunkt zuerst im Südwesten Galliens (Tolosanisches Reich). Nach dem Krieg gegen die Franken und dem Verlust ihrer südgallischen Gebiete einschließlich ihrer Hauptstadt Toulouse zogen die Westgoten weiter nach Spanien, wo sie das Toledanische Reich gründeten; ihre neue Hauptstadt war nun Toledo.
Übrigens: Die Westgoten waren Christen arianischen Glaubens, der im 4. und 5. Jahrhundert weitverbreitet war, aber von Rom bekämpft wurde, weil er im krassen Gegensatz zur römisch-katholischen Lehre stand.
Weitere Informationen hierzu s. mein Thriller “Talmi”

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Glück für San Pedro de la Nave

Mit der Niederlage gegen das muslimische Heer unter Tariq ibn Ziyad im Jahr 711 war das Westgotenreich besiegelt. Einzig der verbliebene Teil im südgallischen Reich – Septimanien genannt – konnte sich bis zum Jahr 725 halten.
San Pedro de la Nave hatte jedoch Glück. Die Kirche wurde verschont. Aufgrund ihrer Lage im damals ärmlichen Esla-Tal wurde sie von den Muslimen nicht bemerkt. Und dass es später nie genug Geld für eine Erweiterung oder einen Umbau gab, trug ebenso dazu bei, dass die einzigartigen Kunstschätze noch heute bewundert werden können.

Fries mit Radkreuzen und Sonnenrädern

Nicht wenige der 1930 geborgenen Friese (s.o.) gehörten wohl zu einem primitiven westgotischen Oratorium und stützten den Altar der alten Kirche.

Im Jahr 1912 wurde San Pedro de la Nave zum nationalen Kulturgut erklärt.

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Das Gold der Römer, drei lustige Spanierinnen, eine “fromme” Rumpelkammer, eine Brücke und ein blauer Bus …

Naturpark Arribes del Duero zwischen Zamorra und Pino del Oro

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen … (Matthias Claudius)

Am Samstag, dem 12. Mai 2019, befanden wir uns auf der Fahrt durch den herrlichen Naturpark Arribes del Duero

Unser Ziel waren die alten Goldminen der Römer in der Nähe des Ortes Pino del Oro – doch dann kam alles anders:
In Pino del Oro, das in der Provinz Zamora, im Grenzgebiet zu Portugal liegt, trafen wir auf drei nette Spanierinnen, die gerade dabei waren, die örtliche Kirche für die Sonntagsmesse zu putzen.
Wir kamen ins Gespräch, die Frauen waren gut drauf. Sie sprachen deutsch, hatten vor Jahrzehnten bei Haribo in Deutschland gearbeitet und stimmten unter viel Gelächter den Werbehit
“Haribo macht Kinder froh” an. Danach zeigten sie uns stolz “ihre” Kirche San Juan Bautista:

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Versteckte Fresken –
und ein Blick in die “allerheiligste” Rumpelkammer:

Wir hatten das Gotteshaus schon wieder verlassen wollen, als wir plötzlich alte Fresken entdeckten: Wunderschöne Blumen des Lebens!
Eine der Spanierinnen erzählte uns von der seit Jahren geplanten Restauration der Kirche und führte uns anschließend noch in die obligatorische Rumpelkammer, um uns dort die “wirklich alten” Heiligenfiguren zu zeigen, die früher in der Kirche standen:

Weil es schon später Nachmittag war und auf unserem Programm noch die Besichtigung der Westgotenkirche San Pedro de la Nave stand (Bericht folgt), entschlossen wir uns, dem Rat der netten Spanierinnen zu folgen, das weitläufige Gelände mit den Römerminen auszulassen und uns dafür die berühmte

Requejo-Brücke über den Fluss Duero anzusehen – eine einzigartige Eisenkonstruktion aus dem frühen 20. Jahrhundert, die die Regionen Aliste und Sayago miteinander verband.

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]

Die “Requejo-Brücke”, im Volksmund “Pino-Brücke” genannt, ist auch noch heute, hundert Jahre nach Baubeginn, ein Anziehungspunkt für Touristen mitten im Naturpark Arribes del Duero. Verantwortlich für ihren Bau war der spanische Ingenieur José Eugenio Ribera Dutaste.
Auch wir überquerten sie, todesmutig, in Richtung Zamora.


“Wir kommen wieder”, hatten wir den netten Spanierinnen versprochen, “und dann machen wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem Gold der Römer!”

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Atemberaubend: Die Kathedrale von Toro

Colegiata de Santa María la Mayor, 12. Jh. (romanisch und gotisch)

Toro, diese kleine, sympathische spanische Stadt in der Region Kastilien-León, die fast vollständig unter Denkmalschutz steht, liegt inmitten einer berühmten Weinbauregion. Bekannt ist Toro aber nicht nur durch den süffigen, nahezu schwarzen Wein gleichen Namens (den bereits der Dichter Cervantes erwähnte), sondern durch eine prachtvolle Kathedrale – eine der am besten erhaltenen Kathedralen aus dem Hochmittelalter: Colegiata de Santa María la Mayor, 12. Jahrhundert


(Die Fotos lassen sich durch Anklicken vergrößern!)

Reichhaltiges Steindekor im Inneren der Kathedrale

Das dreischiffige Gebäude besitzt ein Querhaus und drei unterschiedliche Apsiden, die alle in Konsolenfriesen unterhalb der Dachtraufe enden. Auf beiden Seiten des Querhauses sowie oberhalb der Mittelapsis finden sich spätromanische Radfenster.
Stilistisch ähnelt die Kuppel der Kathedrale von Zamora und der alten Kathedrale von Salamanca. Wie letztere hat auch die Kathedrale von Toro eine doppelte Fensterordnung, während die Kathedrale von Zamora nur eine hat.

Baubeginn um 1160

Bereits um das Jahr 1160 wurde mit dem Bau einer Stiftskirche begonnen. Es war die Zeit Ferdinands II. von León, aus diesem Grund spricht man hier von der Stilform der “leonesischen Romanik”. Man findet sie auch in den alten Kathedralen von Zamora und Salamanca. Der Bau des Westteils zog sich fast hundert Jahre hin und endete im Jahr 1240 in den Stilformen der Gotik. Man vermutet, dass das gotische Westportal erst vom Ende des 13. Jahrhunderts stammt. Der komplette Bau, aber vor allem der Vierungsturm, ist in der Vergangenheit wiederholt restauriert worden.

Kopf des Paulus

Die interessantesten Figuren
links: Kopf des Paulus

Das im Inneren der Kathedrale liegende Gotische Westportal
(Portada de la Majestad)
zählt zu den bedeutendsten Leistungen der spanischen Gotik.

Das prachtvolle Portal ist um 1290 entstanden, die farbige Fassung stammt aus dem 18. Jahrhundert, hat sich jedoch an den mittelalterlichen Vorbildern und vorhandenen Farbspuren orientiert. Im Zentrum steht Maria, die bereits als Himmelskönigin am Trumeaupfeiler des Portals mit dem Jesuskind auf dem Arm erscheint (s. nächstes Foto). Im Portalgewände finden sich Darstellungen von alttestamentlichen Königen und Propheten

Vorhandene Ordenskreuze – Ritterorden
(zum Vergrößern bitte anklicken!)

“Madonna mit der Fliege”

Neben der “Schwangeren Maria” befindet sich eine weitere Kuriosität in der Kathedrale von Toro: Das Gemälde eines unbekannten flämischen Malers mit dem Titel “Virgen Mosca”. Es zeigt die Jungfrau mit einer sehr weltlichen Fliege auf dem Gewand. (Rotes Gewand, Kniebereich).
Im Vordergrund des Gemäldes befindet sich die Heilige Katharina von Alexandrien (das Schwert zu ihren Füßen, mit dem sie der Legende nach enthauptet wurde.) Sie trägt jedoch das Gesicht der Königin Isabella von Kastilien. Bei der Dame links oben könnte es sich um eine Abbildung der Maria Magdalena handeln, weil vor ihr ein wertvolles Salbgefäß steht, und über ihr eine Abbildung des Turmes “Magdala”. (Magdala heißt auf aramäisch “Turm”).
Der Mönch oder der Gelehrte rechts oben, der die Königin im Blick hat, ist bislang nicht identifiziert. Womöglich handelt es sich um ihren langjährigen Berater Abraham Senior, der den Titel Rab do la Corte trug, Hofrabbi von Kastilien.

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Santa María (Wamba) – auf den Spuren der Westgoten

Die Kirche Santa Maria (Wamba), deren Bauzeit ins 10. Jahrhundert zurückreicht, liegt in der gleichnamigen Stadt Wamba, in der Provinz Valladolid, Kastilien-León, in Spanien – und sie ist etwas ganz Besonderes:
Zum einen gilt sie als erste mozarabische Kirche in dieser Gegend, zum anderen soll sich an dieser Stelle im 7. Jahrhundert ein Kloster der Westgoten befunden haben. Und tatsächlich ist diese Kirche den westgotischen und asturischen Einflüssen viel näher als denjenigen, die von den Christen aus al-Andalus mitgebracht wurden.

Im 13. Jahrhundert war Santa Maria (Wamba) im Besitz der Hospitaliter und des Johanniterordens von Jerusalem.

Es handelt sich um eine dreischiffige Kirche, der vorromanische Teil des Gebäudes besteht aus Ziegeln und Steinmauerwerk, der spätromanische Teil aus Quadern. Die drei Absiden und das Querschiff aus der Vorromanik sind durch direkt in die Wände eingelassene Hufeisenbögen verbunden.
Das Romanische Portal wurde irgendwann zugemauert, man nutzte den kleinen Eingang unter dem Atrium. Erst im 20. Jahrhundert wurde anlässlich einer Restaurierung der Haupteingang wieder zugänglich gemacht.

*Zu den “Mochetas”, den beiden Türwächtern: In der Romanischen Architektur versah man die Winkel zu den Eingangstüren der Gotteshäuser gerne mit Wächterfiguren, den sog. Mochetas. Sie bewachen den Übergang der Kirchenbesucher von der profanen Welt in die christliche.

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Das Kircheninnere – Kuppel, Säulen und Kapitelle

Mozzarabische Wandmalereien

In der Hauptkapelle befinden sich Reste der mozarabischen Wandmalereien aus dem 10. Jahrhundert.
Es handelt sich um eine typische Komposition westgotischer Kunst orientalischen Ursprungs – eine Nachahmung der orientalischen Tücher, die früher an den Wänden hingen, verziert mit reicher Ikonographie.

Die Kapelle der Reyna Doña Urraca

Im Teil der Kirche, der im 12. Jh von den Hospitalitern wieder aufgebaut wurde (im Stil der Zisterzienser), liegt der Zugang zum Baptisterium, also zur Taufkapelle. Hierbei handelt es sich um eine sehr alte Kapelle, die von einem Rippengewölbe aus dem 13. Jh bedeckt ist, das auf Kragsteinen ruht: Die Kapelle der Doña Urraca. Urraca von Zamora war im 11. Jahrhundert Königin von Spanien.

Das Ossarium

In Santa María (Wamba) wurden zahlreiche gekrönte Häupter begraben, ob auch ihre Gebeine im Ossarium aufbewahrt werden, wer weiß … Das Gebeinhaus befindet sich nördlich der Kirche, an der Stelle, an der sich der Kreuzgang des Klosters befand. Hier werden mehr als 3000 Mönchsschädel aufbewahrt, ein Teil der im Laufe des 13. bis 18. Jahrhunders gelagerten Skelette. An einer der Wände ist das folgende Epitaph zu lesen:

“Wie du dich selbst siehst, so sehe ich mich selbst.
Wenn du mich siehst, wirst du dich selbst sehen. Hier endet alles.
Denke darüber nach und du wirst nicht sündigen.”

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